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Target Lab

Für die Erforschung von Kernreaktionen benötigen einige MAP-Wissenschaftler stabile oder radioaktive isotopenreine Targets. Diese bestehen entweder aus einer metallischen Folie des gewünschten Isotops oder aus einer dünnen Schicht des Isotops auf einem geeigneten Trägermaterial. Die Targets werden mit beschleunigten Ionen bestrahlt; dabei entstehen durch Kernreaktionen und radioaktiven Zerfall verschiedene Strahlen (?-, ?- und ?-Strahlung), die so Auskunft über den Reaktionsmechanismus oder die Struktur der Kerne geben. Besonders interessant sind für Kernphysiker künstlich erzeugte radioaktive Nuklide wie beispielsweise 229Th, das als Produkt des radioaktiven Alphazerfalls von 233U entsteht.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten zur Herstellung solcher Targets:

  • Aufdampfen im Hochvakuum,
  • Ionenstrahl-Sputtern (Zerstäuben) im Ultrahochvakuum, und
  • Auswalzen dünner Metallfolien, auch von reaktiven Metallen unter Schutzgas.


Dafür stehen folgende Apparaturen zur Verfügung:

  • vier Hochvakuumaufdampfanlagen, 
  • eine unter Ultrahochvakuum betriebene Mikrosputteranlage und 
  • zwei Folienwalzanlagen, wovon eine unter Schutzgas betrieben wird.

 

Dr. Jerzy Szerypo

Leiter Targetlabor
Fakultät für Physik, LMU Muenchen
Am Coulombwall 1
D-85748 Garching b. Muenchen
Germany

Tel.: +49 89 289 14 0 89
Fax: +49 89 289 14 0 72