Munich-Centre for Advanced Photonics

Elektronendynamik in Atomen, Molekülen, Festkörpern und Plasmen

Projekte

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.1 | Attosekundenmesstechnik und Spektroskopie

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.2 | Wechselwirkung zwischen den Elektronen in der Nähe eines Atomkerns

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.3 | Modelle für die Erzeugung und Messung von Attosekunden-Lichtpulsen und Elektronendynamik in Atomen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.4 | Kohärente Elektronendynamik und Dephasierung in isolierten Molekülen und molekularen Nanoarchitekturen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.5 | Elektronischer Ladungstransfer und Screening an Oberfläche

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.6 | Theorie und Simulation von Ladungstransferdynamik an Oberflächen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.7 |

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.8 |

Öffnet internen Link im aktuellen FensterC.1.9 | Theorie zur Attosekunden-Elektronendynamik in Feststoffen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheorie zur Attosekunden-Elektronendynamik in Feststoffen

 

 

Die Bewegung von Elektronen und ihre Wechselwirkung mit unterschiedlichen Formen von Materie bestimmt viele grundlegende Prozesse des Lebens. Elektronen sorgen nicht nur dafür, dass Proteine und Gene richtig funktionieren, sondern sind auch die Basis von Computern, Handys und vielen anderen technologischen Entwicklungen.

In Form von Beta Strahlung aus radioaktivem Zerfall können Elektronen jedoch auch die Zellen und damit das Leben schädigen! Die Zeit, die ein Elektron benötigt, um auf äußere Einflüsse zu reagieren, beträgt einige Attosekunden (1 as entspricht 10-18 s) und ist die schnellstmögliche Antwort von Materie auf elektromagnetische Anregung. Elektronische Prozesse sind damit die schnellsten Abläufe in der Natur, die man derzeit zeitaufgelöst messen kann.

Energieübertragungsprozesse durch elektronischen Ladungstransfer spielen beispielsweise eine entscheidende Rolle bei der Auf- und Umfaltung von Proteinen. Für das Verständnis, nach welchen Mechanismen chemische, biologische und elektrische Reaktionen ablaufen, ist es nötig, genau zu wissen, in welchem Zustand sich die Elektronen zu jedem Zeitpunkt einer Reaktion befinden.

Die MAP-Wissenschaftler versetzen mit Hilfe von genau kontrollierten Attosekunden-Laserpulsen Elektronen in verschiedene energetisch angeregte Zustände. Das Licht, das sie beim Zurückfallen in den Grundzustand emittieren, lässt Rückschlüsse über die Art des angeregten Zustands zu − ähnlich der Rückschlüsse, die ein Arzt aus einem EKG auf den Zustand des Herzens ziehen kann.

Mit dieser Forschung betreten die Wissenschaftler völliges Neuland, deshalb lässt sich heute noch nicht im Detail vorhersagen, was mit den Erkenntnissen noch möglich sein wird. Einige wenige heute schon bekannte Anwendungen der Attosekundenphysik sind:

  • Entwicklung neuer Elektronen- Ionen-, und Röntgenquellen
  • Entwicklung von neuen Materialien und leistungsfähigeren Bauteilen für die Elektronik
  • präzise Steuerung von chemischen Reaktionen
  • Reparatur von beschädigten Biosystemen (Bionanotechnologie)
  • Entwicklung leistungsfähigerer Solarzellen
  • Hochauflösende Verfahren für die Untersuchung biologischer Systeme, Diagnostik und Radiotherapie
  • Neue Erkenntnisse über die Wirkungsweise von Neurotransmittern, die verantwortlich sind für viele Krankheiten
  • Fortschritte in der Kern- und Astrophysik

Major goals

  • Extension of attosecond metrology and spectroscopy to photon energies of several hundred electronvolts, time resolution approaching the atomic unit of time (24 as)
  • Extension to both condensed-phase systems and hot, dense matter: solids, molecules, nano-assemblies on surfaces and plasmas
  • Proof-of-principle experiments towards combining nanometre spacial with attosecond time resolution
nach oben drucken